Warum das IHK-Management-Training „Nachhaltig Erfolgreich Führen“ auf einen kollaborativen Entwicklungsansatz setzt

Partner für nachhaltigen Erfolg

Als Dienstleister für Unternehmen und Mitarbeiter, aber auch als zuständige Stellen für die berufliche Aus- und Weiterbildung vor Ort machen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) die regionale Wirtschaft fit für den globalen Wettbewerb. Die IHKs sind dem Leitbild des eEhrbaren Kaufmanns und damit auch der Förderung von Verantwortung in der Wirtschaft verpflichtet (§ 1 IHK-Gesetz). Deshalb setzen sie sich dafür ein, gemeinsam mit vielen engagierten Unternehmen praxisnah zukunftsweisende Wege unternehmerischer Nachhaltigkeit aufzuzeigen.

Breite Partnerschaft für Nachhaltigkeit, gefördert vom BMBF

Das Management-Training „Nachhaltig Erfolgreich Führen“ geht ganz im Zeichen einer Kooperation für mehr nachhaltige Wirkungskraft einen neuen Weg: Selten ist ein neues Schulungsprojekt bei der DIHK-Bildungs-GmbH mit einem so großen, disziplin- und branchenübergreifenden Partnernetzwerk gestartet worden wie das Projekt „Nachhaltig Erfolgreich Führen“. Viele kluge Köpfe, erfahrene Expert*innen aus Lehre, Unternehmenspraxis und Beratung haben ihre Expertise und ihre Perspektiven zur Entwicklung beigetrageneingebracht. Die breit angelegte Konzeption ist bewusst gewählt und ein wichtiger USP für die Reife des Programms, wenn es Anfang 2021 bundesweit in die Pilotphase gehen wird. Die Programmkonzeption hat von Anfang an überzeugt und entsteht daher im Rahmen des Nationalen Aktionsplans BNE (2017), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Projektverantwortung liegt bei der DIHK-Bildungs-GmbH. Der fachliche Beirat besteht aus Vertretern von BMBF, DIHK e. V. und den IHKs Nürnberg, Hamburg, Magdeburg und Mannheim. In der gesamten Pilotphase sind Unternehmen und Fachexperten eingebunden, um das Trainingsprogramm in hohem Maße praxisorientiert auszugestalten.

Über 30 Nachhaltigkeitsexperten entwickeln die Konzeption

Projektkoordinator Peter Uhlig ist begeistert von der positiven Resonanz auf das Nachhaltigkeitsthema: „Wir sind überwältigt von der Anzahl der Personen, die mit an Bord sind! Wir wussten natürlich, dass das Traningsprogramm Potenzial hat, aber dass wir so schnell so viele Anrufe bekommen von interessierten Personen, die uns mit ihrer Expertise unterstützen wollen, damit haben wir nicht gerechnet.“

Es gibt im Wesentlichen drei Gruppen von Partnern, die in verschiedenen Arbeitskreisen kollaborativ zusammenwirken: Da sind zum einen rund 30 Experten, die seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit beratend oder unterrichtend tätig sind. Die Experten haben zumeist einen akademischen Hintergrund, lehren an deutschen Hochschulen, beraten aber auch Unternehmen in der Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen und kennen daher die Herausforderungen im Unternehmensalltag sehr genau. Sie haben die Aufgabe übernommen, das Trainingsprogramm entsprechend den Bedürfnissen von Führungskräften in den verschiedenen Modulen zu konzipieren und auszugestalten. Eine zweite Gruppe bilden Experten aus verschiedenen Organisationen, die mit ihrer fachlichen Expertise unterstützen. Die dritte Gruppe sind Unternehmensvertreter*innen, die im Nachhaltigkeitsmanagement oder in nachhaltigkeitsnahen Funktionen wirken. Sie sind gefragt, das Trainingsprogramm inhaltlich und formal so auszugestalten, dass sie später selbst gern davon profitieren möchten.

Gemeinsam haben die Experten in den letzten Monaten ein ganzheitliches Management-Training im Blended-Learning-Format für eine nachhaltige Unternehmensführung entwickelt, das in Umfang und Praxisnähe seinesgleichen sucht. In den Grundlagenmodulen geht es um Werte- und Compliance-Management, die Instrumente der Nachhaltigkeit sowie Know-how zu den Grundlagen der Nachhaltigkeit. Neun Vertiefungsmodule bilden die unternehmerischen Kernthemen ab: von Logistik und Lieferketten, Personalmanagement, Digitalisierung, Forschung und Entwicklung, Reporting und Controlling über Umweltmanagement, nachhaltige Produktion zu Investition und Finanzierung sowie Marketing/Vertrieb und Nachhaltigkeitskommunikation.

Partnerunternehmen sichern die Praxistauglichkeit des Trainingsprogramms

Die bisher 30 Unternehmenspartner in ganz Deutschland sind auf unterschiedliche Art eingebunden: Zum einen haben sie während der Modulentwicklung und in Arbeitskreisen mitberaten und mitdiskutiert. Damit wurde bei hohem akademischen Anspruch die Alltagstauglichkeit der Lehrinhalte sichergestellt. Und auch in Zukunft werden die Unternehmenspartner eine wichtige Rolle spielen. Dann nämlich, wenn es darum geht, die Pilotphase mit direkten Feedbacks aus den Programmen zu reflektieren und in den Trainingsmodulen von eigenen Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Umsetzung eines Nachhaltigkeitsmanagements zu berichten. Das Projekt ist laut Peter Uhlig weiterhin offen für Unternehmenspartner. In der Pilotphase des Projekts sind Entscheider*innen mittelständischer Unternehmen aller Branchen eingeladen mitzumachen, um das Konzept und die Bausteine des Trainings optimal auf die Praxis zuschneiden und erproben zu können. Als Ob Impulsgeber, Projektteilnehmer und Praxisexperte – ist jeder Hinweis zur optimalen Entwicklung ist willkommen.

Diese vier IHKs bringen das Programm als Piloten auf die Straße

Einen weiteren wichtigen Part übernehmen die vier IHKs in Hamburg, Nürnberg, Mannheim und Magdeburg, die in ihren Kammerbezirken das Thema vorantreiben. Sie sind ein wichtiges Korrektiv in der Entwicklungsphase und tragen dazu bei, dass das IHK-Management-Training von Anfang an bundesweit ausgefahrenrollt werden kann. Auch andere IHKs haben inzwischen Interesse gezeigt und wollen das neue Trainingsprogramm für nachhaltige Unternehmensführung in ihren Regionen anbieten. Den Kammern kommt eine Schlüsselposition bei der Einführung des neuen Programms zu, denn sie sorgen für die Vermarktung des neuen Trainingskonzepts und dafür, dass ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsbegriff in den deutschen Unternehmen zur Umsetzung kommt.

„Wir wollen die Mauern in den Unternehmen überwinden, die immer noch zwischen Geschäftsführung, Abteilungsleitern und Nachhaltigkeitsbeauftragten existieren“, so Peter Uhlig. „Nachhaltigkeit ist ein ganzheitlicher Business Case, den keine Abteilung allein schultern kann. Die große Unterstützung, die unser Trainingsansatz bereits während der Entwicklung mit mehr als 30 engagierten Fach- und Führungskräften erfährt, gibt uns recht, dass dieses Programm längst überfällig ist.“

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